“Wie wir werden, wer wir sind” von Joachim BAUER

Bewertung: 3.5 von 5.

Das Buch hat bei mir widersprüchliche Reaktionen ausgelöst. Das liegt daran, dass es gleichzeitig informativ und wichtig ist, auf der anderen Seite aber auch etwas irritiert.

Die Zielsetzung des Autors ist nicht nur lohnenswert, sondern wird mit diesem Schachbuch auch tatsächlich auch eingelöst: Dem Mediziner, Neurowissenschaftler und Psychotherapeut BAUER, der sowohl praktisch als auch in der Lehre in prägenden Funktionen tätig war, gelingt es ohne Zweifel hervorragend, einem interessierten Laienpublikum die existentielle Bedeutung sozialer Interaktion als Grundlage für die menschliche Selbst-Entwicklung zu vermitteln.
Er tut dies in einer gut verständlichen Sprache, in der gleichzeitig detaillierte Information und die Botschaft des Autors Raum finden. BAUER hat ein Buch verfasst, das sich an ein breiteres Sachbuchpublikum wendet, ohne sich aber eines typisch wissenschaftsjournalistischen Schreibstils zu bedienen.

BAUER analysiert und schildert die die Prozesse von Spiegelung, Resonanz, feinfühliger Begleitung und externer Regulation von Erregung und Emotion auf der einen Seite mit einer bemerkenswerten wissenschaftlichen Akribie. Er zeigt sich dabei aber keineswegs als neutraler Beobachter bzw. Protokollant der komplexen Interaktion zwischen Säugling/Kelinkind und seinen Bezugspersonen. Vielmehr wird – gefühlt – in jedem zweiten Satz deutlich, welche Bedeutung dieses Geschehen für den Autor auch ganz persönlich hat: Er scheint geradezu erfüllt zu sein von diesem Geschehen; man spürt das die Vermittlung seiner Erkenntnisse für ihn den Charakter einer Mission hat.
Die grundlegenden Prozesse werden dabei – durchaus wortgewandt und plastisch – so häufig dargestellt, dass sich alsbald eine gewisse Redundanz einstellt.

Eine Spur “Überengagement” wird auch in der Tendenz zu gefühlsgeladenen Formulierungen deutlich. Die Abgrenzung zu theoretischen oder therapeutischen Ansätzen, die der Autor als nicht kindzentriert genug beurteilt, fällt extrem harsch aus.
(So wird dem – eindeutig humanistisch orientierten – Evolutionsforscher DAWKINS gleich eine Neigung zur schwarzen Pädagogik unterstellt, nur weil dieser von “egoistischen” Motiven bei kleinen Kindern spricht).

Problematischer ist jedoch ein anderer Punkt: Während die von BAUER benutzte zentrale Begrifflichkeit von dem “Selbst” bzw. dem “Selbstsystem” zunächst als hilfreich für das Verständnis erlebt werden kann, bekommt diese Bezeichnung im Laufe des Textes ein deutlich überzogenes Eigenleben. BAUER formuliert immer wieder so, als ob dieses “Selbst” eine irgendwie selbständige Instanz wäre, die mit anderen Bereichen des Körpers und des Gehirns in einem Austausch stände. Diese Sichtweise erinnert ein wenig an die psychoanalytischen Konzepte vom ES oder ÜBER-ICH, bei denen oft vergessen wurde, dass es sich nicht um reale Entitäten, sondern um sprachliche Konzepte bzw. Metaphern handelte. Vermutlich ist es in diesem Zusammenhang kein Zufall, dass BAUER tatsächlich auch psychodynamisch ausgebildet ist.

So ergibt sich insgesamt ein etwas zwiespältiges Bild: Da ist auf der einen Seite ein überzeugendes Buch, das auf der Basis zahlreicher wissenschaftlicher Belege und mit großem und authentischen Engagement dafür wirbt, Kindern in den ersten Lebensjahren genau die intensiven und feinfühligen sozialen Erfahrungen zu ermöglichen, die diese für die Entwicklung einer gesunden, gemeinschaftsfähigen und selbstbewussten Persönlichkeit existenziell benötigen.
Und da gibt es die Stellen, in der der Autor über das Ziel hinausschießt und Gegner dort sieht, wo es vielleicht nur um ergänzende Perspektiven geht. Und BAUER ist so identifiziert mit seiner sozialen Selbst-Theorie, dass er letztlich sein neurowissenschaftliches Basiswissen aus den Augen verliert: Das Selbst ist nämlich kein eigenständiger Akteur, der irgendwie mit eigener Motivation auf das Gehirn einwirken könnte. Das Selbst ist ein unscharfer Begriff für bestimmte Funktionen und Prozesse, die durch die kombinierte Aktivierung bestimmter neuronaler Netzwerke in bestimmten Hirnarealen gebildet wird.
Man kann das natürlich sprachlich vereinfachen, und muss das vermutlich auch. Nur sollte man zumindest einmal auf diesen Umstand hinweisen.

Unabhängig von dieser kleinen Einschränkung: Die Botschaft des Buches ist wichtig – und sie kommt an!

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“Deutschland misshandelt seine Kinder” von Michael TSOKOS und Saskia GUDDAT

Bewertung: 4.5 von 5.

Zehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung hat dieses Buch nichts an Relevanz verloren – im Gegenteil. Was 2014 in Fachkreisen für Aufsehen sorgte, ist inzwischen ein Standardwerk im Bereich des Kinderschutzes geworden. Und es lohnt sich, den Text erneut zur Hand zu nehmen – gerade vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen über Kindeswohl und institutionelles Versagen.

Die Autoren – beide erfahrene Rechtsmediziner – schildern eindringlich, wie klar und eindeutig sich Misshandlungsfälle aus rechtsmedizinischer Sicht meist bewerten lassen. Die Analyse körperlicher Verletzungen erlaubt eindeutige Rückschlüsse auf die Ursachen – deutlich objektiver als jede Einschätzung psychischer oder emotionaler Schädigungen. TSOKOS und GUDDAT liefern dazu zahlreiche Fallbeispiele, die erschüttern. Die Autoren ersparen dabei ihrer Leserschaft auch drastische Einzelheiten nicht.

Doch das Buch ist weit mehr als ein rechtsmedizinisches Fachprotokoll. Es ist eine schonungslose Systemanalyse – und eine Anklage. Die Autoren zeichnen das Bild eines Kinderschutzes, der an seinen eigenen Strukturen scheitert: Elternrechte werden häufig höher gewichtet als Kindeswohl, überforderte Jugendämter delegieren Verantwortung an freie Träger, deren wirtschaftliches Überleben von Wohlwollen und Auftragsvergabe derselben Behörden abhängt. Oft besonders jungen und unerfahrenen Familienhelfer unterliegen ihrerseits dem (inneren und äußerem) Druck, die eigene Arbeit als sinnvoll und erfolgreich zu bewerten. Es entsteht eine problematische Gemengelage gegenseitiger Beschönigung und Rücksichtnahme, in der gefährdete Kinder allzu oft durch das Raster fallen – mit teilweise tödlichen Folgen.

Besonders kritisch fällt das Urteil über die juristische Praxis aus: Familienrichter urteilen regelmäßig ohne spezialisierte Fortbildung zum Thema Kindeswohlgefährdung. Die Expertise von Rechtsmedizinern wird dabei mitunter weniger ernst genommen als die Beteuerungen der beschuldigten Eltern. Strafrechtlich enden viele Verfahren mit Freisprüchen, weil sich keine eindeutige Täterschaft nachweisen lässt – auch dann, wenn feststeht, dass ein Kind durch eines der Elternteile massiver Gewalt ausgesetzt war.

Der Vorwurf, das Buch arbeite mit extremen Einzelfällen, wird von den Autoren nicht nur thematisiert, sondern mit klaren Zahlen und Quellen gekontert. Die Dunkelziffer der betroffenen Kinder sei hoch – deutlich höher, als Öffentlichkeit und Politik wahrhaben wollen. TSOKOS und GUDDAT fordern daher eine konsequente Parteinahme für die Kinder: nicht durch Dämonisierung der Täter, sondern durch eine klare Priorisierung von Kinderrechten vor Elternrechten. Dazu gehört auch, dass Misshandlungsopfer nicht gegen ihren Willen erneut Kontakt zu ihren Peinigern aufnehmen müssen.

Was bleibt, ist ein leidenschaftlicher Appell an Politik, Justiz und Praxis: Kinderschutz braucht verbindliche Standards, mehr Qualifikation, angemessene Bezahlung, bessere rechtliche Rahmenbedingungen – und eine Haltung, die sich traut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Dabei müssten auch die kinderärztlichen Praxen eine deutlich konsequentere Rolle spielen. Die Vermittlung von rechtsmedizinischem Basiswissen fordern die Autoren für alle relevanten Berufsgruppen.

In einem Punkt unterschätzen die Autoren vermutlich sogar die Schwächen des Kinderschutzsystems: Oft sind es die internen Strukturen innerhalb der Jugendhilfe, durch die aus finanziellem Druck letztlich die Maßnahmen verhindert werden, die von den fallverantwortlichen Fachkräften “eigentlich” für notwendig erachtet werden.

Das Buch sollte eine Pflichtlektüre für alle sein, die im sozialen, medizinischen oder juristischen Bereich mit Familien arbeiten – unbequem, erschütternd und ganz sicher immer noch notwendig.
Dass die ein oder andere Formulierung – für sich betrachtet – auch als überzogen dramatisch bewertet werden könnte, sollte dem bewundernswerten Engagement der Autoren zugerechnet werden.

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“Unser soziales Gehirn” von Nicole STRÜBER

Bewertung: 4.5 von 5.

Wieviel zwischenmenschliches Miteinander braucht der Mensch?
Dieser Frage widmet sich Nicole STRÜBER in ihrem Buch Unser soziales Gehirn aus einer explizit neurowissenschaftlichen Perspektive. Die Autorin, Neurobiologin und (frühere) Psychologieprofessorin, spannt dabei einen Bogen über alle Lebensphasen hinweg: von der Geburt, über frühkindlichen Bindung, Jugend, Partnerschaft, Berufsleben – bis zum sozialen Miteinander im Pflegeheim. Ihr Anliegen: aufzuzeigen, welche biologischen Mechanismen die sozialen Prozesse im Gehirn steuern – und welche Folgen es hat, wenn diese Systeme dauerhaft vernachlässigt werden.

Im Mittelpunkt steht das Hormon Oxytocin, das in der populären Wahrnehmung oft als „Kuschelhormon“ bezeichnet wird. STRÜBER zeigt eindrucksvoll, dass es dabei keineswegs nur um Wohlfühlchemie geht. Oxytocin beeinflusst zentrale Bereiche des sozialen Verhaltens: Vertrauen, Empathie, Bindung, Mitgefühl. Es wirkt beruhigend auf das Stresssystem, fördert die emotionale Resonanz und kann – im besten Fall – ein Verstärker für kooperatives und prosoziales Handeln sein. Auswirkungen sind inzwischen auch für die körperliche und psychische Gesundheit nachgewiesen – sogar für die Demenz-Prophylaxe.

Die Autorin bezieht sich auf eine große Bandbreite empirischer Studien, in denen etwa hormonelle Reaktionen auf soziale Nähe, Blickkontakt, gemeinsames Tanzen oder körperliche Berührung gemessen wurden. Dabei beschreibt sie nicht nur die Befunde, sondern häufig auch die Versuchsaufbauten – ein Ansatz, der das Buch an vielen Stellen den Charakter eines populärwissenschaftliches Fachbuch verleiht. Gleichzeitig bleibt der Stil durchgehend lesbar: dem wissenschaftlichen Anspruch (durch zahlreiche Literaturverweise) steht als Gegengewicht ein lockerer, journalistisch-persönlicher Schreibstil gegenüber.

Besonders engagiert wirkt STRÜBERs kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen: Sie diagnostiziert eine wachsende Entfremdung im Sozialen, bedingt durch digitale Kommunikationsformen, chronische Reizüberflutung und insbesondere durch die Versuchungen der Social-Media-Welt. Ihr wissenschaftlich fundierter Appell lautet: Unmittelbare, körperlich-sinnliche soziale Begegnung ist keine freiwillige Kür, sondern biologisch notwendig.

Dass die Autorin inhaltlich in die Tiefe gehen kann, zeigen exemplarisch ihre Ausführungen zu den „Schattenseiten“ des Oxytocins (das auch für die Ausgrenzung von Menschen verantwortlich ist, die nicht der eigenen Bezugsgruppe angehören), ihre kritische Stellungnahme zu der Tabuisierung von Körperkontakt in Pädagogik und Jugendhilfe (aus Gründen einer überzogenen Missbrauchsprophylaxe) und ihre Auseinandersetzung mit den Befunden über die (nachgewiesene) Wirkung von elektronischen Pflege- und Betreuungsapparaten (die ebenfalls eine Oxytocin-Ausschüttung bewirken können).

Nicht ganz frei von Schwächen bleibt das Buch dennoch: Der immer wieder bemühte Begriff der „Engelskreise“ als positiver Gegenentwurf zu „Teufelskreisen“ wirkt stilistisch unglücklich (infantil-verkitscht) und passt nicht zu einem sachlich-wissenschaftlichen Anspruch. Auch der emotionale Appellcharakter mancher Passagen (insbesondere des Schlussteils) könnte bei kritischeren bzw. rationaleren Lesern doch als ein wenig zu missionarisch empfunden werden.

Trotzdem: Unser soziales Gehirn ist ein gehaltvolles und gut lesbares Sachbuch, das sowohl informiert als auch Denk- und Handlungsimpulse liefert. Es gelingt STRÜBER, den Wert sozialer Verbundenheit auf eine fundierte biologische Grundlage zu stellen – und damit eine wichtige Perspektive in einer Zeit zu liefern, in der zwischenmenschliche Nähe längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

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“Der Pinguin, der fliegen lernte” von Eckart von HIRSCHHAUSEN

Bewertung: 3.5 von 5.

Wie wird man einem Buch gerecht, das so charmant daherkommt, dass man es beinahe kritiklos mögen muss – und das gleichzeitig auf so wohlvertrauten und ziemlich breitgetretenen Pfaden wandelt? Eckart von HIRSCHHAUSEN hat mit „Der Pinguin, der fliegen lernte“ erneut ein Werk vorgelegt, das seiner Leserschaft mit einer Mischung aus Humor, lebensnahen Anekdoten und psychologischer Selbsthilfe anspricht – durchaus unterhaltsam, im besten Sinne menschenfreundlich und sicher für viele auf der Suche nach Orientierung hilfreich.

Zentrales Motiv ist, wie der Titel verrät, ein Tier: der Pinguin. Was zunächst nach einer Kindergeschichte klingt, entpuppt sich als Symbol für das menschliche Bedürfnis nach dem „richtigen Platz im Leben“. Der scheinbar unbeholfene Vogel, an Land zum Scheitern verurteilt, zeigt im Wasser, was in ihm steckt – ein Bild, das HIRSCHHAUSEN als Metapher für persönliche Potenzialentfaltung ins Zentrum stellt. Dass es nicht darum geht, „fliegen zu lernen“, sondern das passende Element zu finden, zieht sich als roter Faden durch alle sieben Kapitel.
Nachdem der Ausganspunkt geklärt ist, werden weitere Fragen gestellt: „Was macht dir Freude?“, „Wer ist dir wichtig?“ oder „Traust du dich ins kalte Wassen?“

Der Autor bleibt sich treu: In gewohnt lockerer Weise verbindet er unterhaltsame Geschichten mit psychologischen Erkenntnissen. Immer wieder streut er kluge, teils witzige Formulierungen ein, die im Gedächtnis bleiben. Inhaltlich bewegt sich das Ganze allerdings überwiegend im Bereich dessen, was man aus früheren Veröffentlichungen von Hirschhausen (und von vielen anderen Ratgebern) bereits kennt – wer also seine bisherigen Bücher gelesen hat, wird hier wenig wirklich Neues entdecken.
Der Autor lässt dabei von den Pinguin-Analogien nicht ab: Mit einiger Kreativität schafft er immer wieder Bezüge zum Verhalten dieser putzigen und sehr sozialen Tiere.

Ein echtes Highlight ist die visuelle Gestaltung. Die Pinguin-Fotografien – eingefangen vom renommierten Tierfotografen Stefan Christmann – verleihen dem Buch einen besonderen Charme. Die Bilder sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern verstärken die emotionale Botschaft und laden zum Blättern und Verweilen ein.

Unterm Strich ist „Der Pinguin, der fliegen lernte“ ein freundlich-optimistischer Impulsgeber – gut geeignet als Geschenk für Menschen, die sich nochmal auf einen Weg machen wollen – oder denen man einen solchen Move zumindest wünschen würde. Ob man das Buch als substanzielle Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung sieht oder eher als sympathisch verpackte Sammlung altbekannter Lebensweisheiten, hängt wohl vom jeweiligen Bedarf und den Vorerfahrungen ab. Überfordert wird wohl durch diese Lektüre sicher niemand: Nebenwirkungen sind bei dieser gut verträglichen Dosis Selbstreflexion nicht zu befürchten.

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“Seelenzauber” von Steve AYAN

Bewertung: 3.5 von 5.

Schon der poetisch aufgeladene Titel dieses Buches macht deutlich, dass es sich um eine besondere Form der Geschichtsschreibung handelt – nicht um nüchterne Wissenschaftshistorie, sondern um eine eher an Stimmungen und Personen gebundene Erzählung über ein Jahrhundert Psychotherapie. Tatsächlich nimmt uns Steve Ayan mit auf eine Zeitreise, die sich in weiten Teilen wie ein biografisches Gesellschaftspanorama liest – mit dem Zentrum im berühmten Wiener Salon Sigmund Freuds. Dass das Buch im Untertitel von einer „Bilanz des Jahrhunderts der Psychologie“ spricht, wirkt dabei fast schon wie eine bewusste Irreführung: Im Kern geht es nicht um die Psychologie als Ganzes, sondern um die Entwicklung und innere Dynamik der Psychotherapie, genauer gesagt – um die Psychoanalyse und ihre Verästelungen.

Ayan folgt der Entstehung und Differenzierung der psychoanalytischen Bewegung mit großer Detailverliebtheit. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Theorien und kulturellen Einbettungen, sondern vor allem auf den Persönlichkeiten: Freud, Jung, Adler, Reich, Rank – sie alle treten in ihren Eigenheiten, Eitelkeiten, Neurosen und Konflikten auf die Bühne. Das macht den Text lebendig, bisweilen fast romanhaft – und doch bleibt man als Leser irgendwann erstaunt zurück: Wo bleibt der Rest der Psychotherapie?

Erst spät und eher zögerlich widmet sich Ayan den anderen großen Schulen: dem amerikanischen Behaviorismus, der Gesprächs-, Gestalt- oder der Verhaltenstherapie.
Und selbst dort schlägt immer wieder der Bezug zur Analyse durch. Kaum glaubt man, der Blick wende sich nun gleichberechtigt anderen Richtungen zu, ruft Ayan doch wieder die alten psychoanalytischen Grabenkämpfe auf – oft mit einer fast klatschhaften Freude an persönlichen Dramen. Dass er dabei keineswegs als unkritischer Bewunderer Freuds auftritt, macht die Lektüre nicht weniger widersprüchlich. Im Gegenteil: Ayan formuliert sehr klar alle bekannten Schwächen der Psychoanalyse – ihre wissenschaftliche Unschärfe, die unzureichende empirische Evidenz, ihre teils sektiererischen Züge. Warum dann immer wieder diese Rückkehr zu genau dieser Welt?

Ein möglicher Grund liegt auf der Hand: Die Protagonisten der Psychoanalyse liefern mit ihren exzentrischen, oft toxischen Persönlichkeitszügen das dramatischere Material. Das verführt – aber es verzerrt auch.
An einigen Stellen gerät AYANs Auswahl der behandelten Figuren ins Groteske: Dass etwa Rudolf Steiners esoterische Denkgebäude ausführlich dargestellt werden, lässt einen am thematischen Fokus des Buches zweifeln. Fragwürdiger wird es auch, wenn zum Abschluss marxistisch inspirierte Therapiekonzepte angerissen werden – ohne echten Erkenntnisgewinn.

Doch dann kommt das Schlusskapitel – und es versöhnt. Hier gelingt AYAN ein stimmiges Resümee: Der weite Weg von Freuds Sofa bis zur modernen, pragmatischen Dienstleistungspsychotherapie wird in klarer Sprache mit einem kompetenten Blick für die großen Entwicklungslinien zusammengefasst. Trotz seiner Schlagseite bleibt Seelenzauber ein lesenswertes Buch – vor allem für Leserinnen und Leser, die ein starkes Interesse an der psychoanalytischen Welt und ihren historischen Verwicklungen mitbringen. Wer sich weniger für Persönlichkeitsgeschichten und innerprofessionelle Eitelkeiten begeistert, wird zumindest eine unterhaltsame Geschichtsstunde erleben.

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“See der Schöpfung” von Rachel KUSHNER

Bewertung: 3 von 5.

Es gibt Bücher, bei denen man sich nach der Lektüre beinahe schuldig fühlt, weil man den allgemeinen Begeisterungssturm nicht teilen kann. Wenn ein Werk von der Literaturkritik mit Lob überhäuft und für namhafte Preise nominiert wird, wächst der Druck, sich diesem Urteil anzuschließen. Und das eigene abweichende Urteil löst Zweifel aus: Hat man etwas übersehen? Oder ist man einfach nicht empfänglich für den besonderen Ton, den diese Literatur anschlägt?

Im Zentrum dieses Romans steht eine Ich-Erzählerin, die im Auftrag einer privaten Organisation eine Gruppe französischer Umweltaktivisten infiltriert. Die 34-jährige Sadie hat ihr Handwerk einst beim FBI gelernt. Ihre Tarnungen sind perfekt, ihre Loyalität gilt einzig dem Auftraggeber (und ihrem Honorar) – moralische Bedenken oder gar Skrupel kennt sie nicht. Diese Konstellation eröffnet eine reizvolle Prämisse: eine Agentin ohne ethischen Kompass, die sich auch persönlichste Beziehungen strategisch zunutze macht, um ihre Ziele zu erreichen.

Bemerkenswert ist, mit welcher Detailtreue und psychologischen Tiefe einige Mitglieder der Aktivistengruppe beschrieben werden – besonders eine Figur sticht durch ihre radikale Entwicklung hervor. Der Text erlaubt Einblicke in extreme Rückzugs- und Fantasiewelten, die weit über das hinausgehen, was man als bloße politische Radikalisierung verstehen würde. Eine zusätzliche Ebene bringt die spekulative Idee ins Spiel, die Welt hätte sich womöglich ganz anders entwickelt, wenn sich nicht der Homo sapiens, sondern der Neandertaler durchgesetzt hätte. Alte Mythen des Landstrichs, in dem die Handlung spielt, dienen als Projektionsfläche für diese evolutionäre Alternativgeschichte.

Auch sprachlich hebt sich der Roman zweifellos vom Mittelmaß der Unterhaltungsliteratur ab. Der Stil ist anspruchsvoll, pointiert, gelegentlich philosophisch grundiert.
Und doch bleibt der Gesamteindruck zwiespältig. Die einzelnen inhaltlichen Ebenen – politische Milieustudie, persönliche Tragödien, anthropologische Spekulation – greifen zwar textlich ineinander, ergeben aber letztlich kein überzeugendes kohärentes Ganzes.
Die Protagonistin bleibt durch ihr berechnendes, empathieloses Verhalten schwer zugänglich, fast schon abstoßend. Die Darstellung der Aussteiger-Szene changiert zwischen Romantisierung und Kritik, findet jedoch keinen klaren Standpunkt. Der Einfluss gescheiterter Lebenswege, Alkohol- und Drogenmissbrauchs wird nicht verschwiegen; gemischt werden diese Aspekte in einer wenig überzeugenden Weise mit einem stabilen antikapitalistischen gesellschaftliche Gegenentwurf.

So bleibt ein Buch, das sich bewusst vom literarischen Mainstream absetzt, aber in seiner etwas zerrissen wirkenden Komplexität nicht restlos überzeugt. Thematisch und sprachlich anspruchsvoll, ja – aber nicht in dem Maße bemerkenswert, wie es der Konsens der literarischen Kritikerszene vermuten lässt.

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“Abschiedsfarben” von Bernhard SCHLINK

Bewertung: 4 von 5.

In diesem Band präsentiert uns der große Erzähler SCHLINK neun Kurzgeschichten, die er verschiedenen Aspekten (“Farben”) des Abschieds gewidmet hat.
Diese Texte sind durchweg unaufgeregte, überwiegend leise Betrachtungen menschlicher Beziehungsprozesse bzw. -situationen, die einen Abschied zum Thema haben oder auf einen solchen hinauslaufen. Die Farben sind daher eher herbstlich-gedeckt; die Stimmung nachdenklich bis leicht wehmütig. Es geht nicht nur – aber auch – um endgültige Abschiede; also um Sterben und Tod. Manchmal steht aber auch ein Loslassen einer Idee, eines Konzeptes an. Gelegentlich kann ein Abschied auch befreien…

Der Autor tritt nur in den ersten zwei Geschichten als Ich-Erzähler auf; ansonsten übernimmt er die Außenperspektive. In Bezug auf die Intensität, mit der Selbstreflexionen und Emotionen nachspürbar werden, macht das keinen Unterschied.
Es sind vor allem die leisen Gefühlsnuancen, die sich in den Texten spiegeln. SCHLINK braucht dafür keine spektakulären Effekte oder kraftstrotzende Sprache. Er muss die entscheidenden Empfindungen nicht benennen – sie entfalten sich zwischen den Zeilen von alleine.
Um so schreiben zu können, muss man ein ausgeprägtes psychologisches Verständnis für das menschliche Gefühlsrepertoire haben; man man wohl auch die menschlichen Schwächen kennen und akzeptieren.

Gute Kurzgeschichten zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf vergleichsweise wenigen Seiten ein eigenes kleines Universum aufspannen. Diese Welt kann ganz unterschiedliche Zeitläufe oder Themen umfassen, sie sollte sich aber irgendwie rund und abgeschlossen anfühlen. Als Leser/in sollte man das Gefühl haben, dass alles Notwendige gesagt wurde.
Dieses Ziel erreichen die neun Geschichten bravourös.

Der Autor hat dieses Buch (2020) mit Ende 70 geschrieben. Das ist ein Alter, in dem man schon einige Erfahrungen mit Abschieden gemacht hat. Das färbt den Blick auf die Welt und den Stil, in dem man über dieses Thema nachdenkt, empfindet und schreibt.
Daher ist es nicht verwunderlich, wenn man das Zielpublikum dieser Sammlung auch in seiner Generation finden.

“Über Freiheit” von Timothy SNYDER

Bewertung: 3.5 von 5.

Dieses Buch ist zugleich klug, faszinierend, anstrengend und auch ein bisschen nervig.

SNYDER ist ein populärer amerikanischer Historiker, der sich schwerpunktmäßig auch mit der osteuropäischen Geschichte und autokratischen Systemen beschäftigt hat; er ist auch als politischer Intellektueller Teil des gesellschaftlichen Diskurses.
“Freiheit” ist ganz offensichtlich das Lebensthema des Autors: Sein Buch ist voller autobiografischer Bezüge, greift philosophische und literarische Grundlagentexte auf, entwirft eine eigene Theorie der Freiheit und stellt ein leidenschaftliches Plädoyer für die Verteidigung und Ausweitung der Freiheits-Optionen in Gegenwart und Zukunft dar.

Freiheit stellt für den Autor den obersten Wert dar, so eine Art Lebenselixier und Voraussetzung für alle anderen Werte und Tugenden. Für ihn ist ganz entscheidend, dass es nicht in erster Linie um “negative” Freiheit geht (also die Abwesenheit von Zwang), sondern um die aktiven Gestaltungsmöglichkeiten in einer konkreten gesellschaftlichen Situation.
Der Hauptteil seines Buches besteht in der Ausarbeitung von 5 grundlegenden Faktoren, durch die Freiheit – seiner Überzeugung nach – bestimmt und ermöglicht wird:
Souveränität (Kontrolle über den Körper und die eigenen Entscheidungen)
Unvorhersehbarkeit (Raum für kreative und autonome Lebensgestaltung)
Mobilität (im geographischen und sozialen Sinn)
Faktizität (die Möglichkeit, sich an Fakten und Wahrheiten zu orientieren)
Solidarität (erste der soziale Zusammenhalt ermöglicht und sichert persönliche Freiheit)

SNYDER ist ein sprachgewaltiger Autor, dem es zweifellos Freude macht mit starken Begrifflichkeiten ausgiebig zu arbeiten und zu spielen. Er schöpft die sprachlichen Möglichkeiten seiner Argumentationslinien bis an die Grenzen aus, schreckt dabei auch vor einer gewissen Redundanz und gelegentlichen Überfrachtungen nicht zurück.
Die Form seiner Darstellung hat etwas Apodiktisches: SNYDER ist sich seiner Sache ganz offenbar immer ganz sicher – fragende oder vermutende Gedanken sind seine Sache nicht. Eine Tendenz zur Selbstbezogenheit bzw. Selbstverliebtheit kann man dem Text nicht ganz absprechen…

Der Autor bleibt keineswegs auf der abstrakten Ebene stecken: Es geht ihm immer wieder auch um konkrete Ausgestaltungen der gesellschaftlichen Realität – vom lokalen Journalismus, über ökologische Verantwortung bis in die Bildungspolitik. Konkret fordert er seine Leserschaft zur aktiven Mitarbeit am demokratischen Gemeinwesen auf.

Nebenbei erfährt man von SNYDER übrigens auch eine Menge über zeitgeschichtliche Prozesse und Ereignisse; Explizit nimmt der Osteuropa-Experte Bezug auf die jüngere Geschichte der Ukraine, auf Putins Russland und auf die erste Trump-Präsidentschaft. Man bekommt einen nachhaltigen Eindruck davon, was dieser Freiheits-Fan wohl zu dem anstehenden Trump-Revival denken und sagen würde…

Dieser Text enthält eine Vielzahl von intelligent und kreativ formulierten Gedanken und Erkenntnissen, denen man sich als aufgeklärter, weltoffener und menschenfreundlicher Zeitgenosse kaum entziehen kann bzw. möchte. Oft denkt man, dass SNYDER einem “aus der Seele” spricht.
Und trotzdem könnte man es an bestimmten Punkten als einen “Tuck zu viel” empfinden – zu viel Wiederholungen, zu viel Eigenbezug, zu viel Emphase, zu viel Selbstüberzeugung.
Der Text könnte sicher davon profitieren, um ca. 20% gekürzt zu werden.

“Über Freiheit” bleibt ein lohnendes Leseerlebnis. man sollte sich allerdings auf den etwas ausladenden Stil des Autors einstellen.

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“Hoffnung” von Philipp BLOM

Bewertung: 4 von 5.

Hoffnung und Klugheit zu verbinden – das ist schonmal eine Ansage!
Ohne Zweifel generiert der – als Journalist und vor allem als Historiker – bekannte Autor in diesem Essay eine Menge kluger Gedanken, die weit über das Begriffsfeld “Hoffnung” hinausreichen.

BLOM steht für eine sanfte Form des Intellektualismus: Er verbindet auf eine unaufgeregte und einladende Art persönliche Erfahrungen mit philosophischen, zeitgeschichtlichen, gesellschaftlichen, psychologischen und kulturgeschichtlichen Betrachtungen.
Als Stilmittel hat der Autor eine briefliche Stellungnahme auf die Frage eines jungen Zuhörers gewählt, der nach einer Veranstaltung die Kernfrage des Buches formuliert hat: Kann man in diesen Zeiten noch realistischer Weise Hoffnung empfinden – ohne sich in naiven Illusionen zu verstricken?

BLOM umkreist die Thematik, macht unermüdlich verschiedene Perspektiven auf, startet mal bei den griechischen Göttern, mal bei den Chancen einer glücklichen Beziehung, mal bei der Klimakatastrophe und mal bei der digitalen Verflachung der Kultur.
Von seiner Haltung ist BLOM modern und konservativ zugleich: Er hält nichts von der Rückwärtsgewandtheit zu alten Zeiten oder zu religiösen Prophezeiungen (das wäre für ihn intellektuell unredlich), er sieht aber unseren Naturbezug als wesentlich bedeutsamer und heilsamer an als die Schwärmereien der KI-Visonäre.

Hoffnung ist für BLOM kein oberflächliches Gefühl, für das man sich mal so eben entscheiden könnte. Er leitet die Chance zur Hoffnung auch nicht aus irgendwelchen Trends oder Zukunftsversprechungen ab. Ganz im Gegenteil: Auf der faktischen Ebene gibt es wenig Positives zu vermelden.
Der Autor gräbt tiefer: Für ihn sind hoffnungsvolle Haltungen zur Welt eng verbunden mit dem unauflösbaren Bedürfnis nach Sinngebung für das eigene Leben und mit der Einbettung des individuellen Schicksals in eine längerfristigen Perspektive. Er hält es für eine Fehlentwicklung, dass wir eine Art Anspruchshaltung auf persönliches Lebensglück entwickelt haben – insbesondere in unseren westlich-liberalen Gesellschaften. Für BLOM ergibt sich Sinn und Hoffnung durch das alltäglich Tun, durch Anstrengungen und den Einsatz für größere Ziele. Er verschmäht die Abkürzung zum schnellen Erfolg, sieht das typisch Menschliche in dem körperlichen Austausch mit der materiellen Umwelt (statt mit ihrer digitalen Simulation).

Sinn und Hoffnung wird – da ist der Autor ganz im Trend – durch haltgebende und verbindende Narrative repräsentiert und vermittelt. Ohne gemeinsame Geschichten, die uns mit unserer Vergangenheit und unseren Mitbürgern verbinden, lässt sich weder individuelles Leben, noch funktionierende Gemeinschaft gestalten.
BLOM sieht die Lücke, die durch die verlorengegangenen religiösen Narrative entstanden ist – mit seinem Buch macht er ein paar Vorschläge, wie diese Lücke möglicherweise zu füllen wäre.
Ob man auch ohne jede Form von “Ersatzglauben” – in voller Akzeptanz der Absurdität, Zufälligkeit und Sinnlosigkeit des Daseins – ein psychisch gesundes und erfülltes Leben führen könnte, wäre vielleicht eine Diskussion wert gewesen. BLOM ist da recht eindeutig: Für ihn ist die Suche nach Sinn eine Art Naturkonstante.

BLOM hat keine fertigen, erst recht keine endgültigen Antworten auf die Frage nach der Hoffnung; er hat aber ein kluges, nachdenkliches und – und darauf kam es ihm vermutlich an – ermutigendes Plädoyer gegen das “Aufgeben” verfasst: ohne Hoffnung wäre für ihn das Leben wohl nicht lebenswert. Über Sinn und Hoffnung in einer KI-bestimmten digitalen bzw. virtuellen Welt muss sich wohl jemand anderes Gedanken machen…

Der andere Weg zum Buch:

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“Teufelsgold” von Andreas ESCHBACH

Bewertung: 1.5 von 5.

Eine Zeitlang kann man mitgehen und mit Hoffnung auf die Erzählkunst des Autors den beiden Handlungssträngen folgen, zwischen denen – rein historisch betrachtet – einige Hundert Jahre liegen.

Es geht um den Stein der Weisen, um Alchemismus und die offenbar zeitlose Sehnsucht, mithilfe einer mehr oder weniger magischen Altertums-Chemie das begehrte Gold herzustellen.
Der in der Jetztzeit lebende Protagonist, ein vom Durchschnitts-Leben leicht frustrierter Bankberater, gerät per Zufall in die Verstrickungen einer geschichtsbessenen Szene von Hobby-Historikern und Resteverwaltern von alten Ritterorden. Sein Leben wird durch das Eintauchen in die vergangenen Welten ziemlich durcheinandergerüttelt – bis in die privatesten Winkel.

Was zunächst ganz unterhaltsam und interessant beginnt und auch einen historischen Informationswert entfaltet, wendet sich allerdings in der zweiten Hälfte des Buches in ein restlos abstruses Gemisch aus Fantasy, Krimi, Thriller und Beziehungsdrama.

Man muss schon ein hartgesottener ESCHBACH-Fan sein – oder ein Rezensent (der sich verpflichtet fühlt), um diesem Plot bis zum bitteren Ende zu folgen.
Mein Rat: Schnell weglegen und eines der zahlreichen lohnenden Romane des Autors wählen!