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Manchmal sind es ganz unspektakuläre Dinge, die einem langsam älter werdenden Menschen damit konfrontieren, dass die eigenen inneren Bilder nicht mehr mit der veränderten Realität übereinstimmen.
Ein Beispiel dafür sind Beitrage in “seriösen” Magazinen (wie ZEIT oder SPIEGEL), in denen eigene Journalisten oder Redakteure über selbst gemachte Erfahrungen berichten. Das wäre erstmal nichts Besonderes. Irritierend erscheint mir aber, dass dort plötzlich über das suchtartige Umgehen mit Tinder-Dating, einen ungebremsten Konsumrausch, ein Gaming-Marathon oder exzessiven Gebrauch von Genuss- bzw. Suchtmitteln in einer Club-Nacht berichtet wird – und zwar aus der Innenperspektive. Ich stutze dann, weil mir eine (vermutlich uralte) innere Stimme sagt: “Wie bitte? Wie kann dieser Mensch so abstruse und unvernünftige Dinge tun oder erleben – und gleichzeitig erwarten, dass man ihn in seiner professionellen Rolle als Teil des Qualitäts-Journalismus akzeptiert? Wo bleibt die Seriosität? Das sind ja noch halbe Kinder!”
Ja, die Welt verändert sich. Die über Jahrzehnte aufgebauten Gewissheiten tragen nicht mehr zuverlässig. Will man diese Veränderungen wirklich? Vermutlich nicht! Muss der Journalismus sich an die neuen Zielgruppen anpassen? Vermutlich ja!
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Im Grundgesetz werden die Gruppen aufgezählt, die in besonderer Weise vor Diskriminierung geschützt werden sollen. Zur Zeit läuft eine Initiative, hier auch die “sexuelle Identität” mit aufzunehmen – also die Menschen, die sich selbst nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren können bzw. wollen.
Gegen diesen Schritt wäre natürlich überhaupt nichts einzuwenden. Jede gefährdete Minderheit sollte einen solchen Schutz genießen.
Aus meiner Sicht sollte daraus aber nicht abgeleitet werden, dass queeren Menschen der LBJTQ+-Community auch das Recht zuteil wird, der restlichen cis-Gesellschaft ihre Definition vom “zugewiesenen Geschlecht” überzustülpen. Die subjektiv erlebte Unvereinbarkeit der eigenen Identität mit dem biologischen Geschlecht ist nicht genauso selbstverständlich und “normal” wie die üblicherweise vorhandene Übereinstimmung. Es ist eine Besonderheit, die nicht zu einer Benachteiligung führen darf. Das kann und soll gerne auch im GG markiert werden.
Da wird in Deutschland ernsthaft darüber diskutiert, ob ein Moderator im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (Louis Klamroth) eine Talkshow moderieren kann/darf, wenn er privat mit einer bekannten Klima-Aktivistin liiert ist. Man verliert also seine journalistische Kompetenz und Unabhängigkeit, wenn man eine/n Partner/in mit einer öffentlich bekannten Position zu politischen oder gesellschaftlichen Fragen hat?!
Manchmal dreht es tatsächlich ein wenig ab – im Land der schnellen Aufregung…
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Es gibt noch Hoffnung! Bei ZEIT-online erschien heute ein Artikel über den Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht von Kindern und die Vorliebe für bestimmtes Spielzeug. Man traut sich also über Studien zu berichten, die das eindrucksvoll nachgewiesen haben. Übrigens in verschiedensten Kulturen – und sogar in Experimenten mit Affenkindern. Ja, es geht tatsächlich um Puppen und Autos. Ob das die Gender-AktivistInnen ertragen können…
Ich werde die Kommentare mal beobachten.
(Übrigens: Diese Untersuchungen werden in diesem Buch ausführlich geschildert.)
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Die ZEIT von morgen widmet sich dem Thema “Depression”, insbesondere den neueren Behandlungsansätzen. Dies geschieht mit einem Tiefgang, die für eine allgemeine Wochenzeitung schon bemerkenswert ist.
Bei allem Respekt vor der intensiven Recherche und der gründlichen Darstellung: Die fachlichen Grundaussagen des dargestellten Therapie-Konzeptes sind sicherlich nicht so “revolutionär”, wie dies im Artikel dargestellt wird. So ist eine therapeutische Arbeit über die “Schulengrenzen” (Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie) hinweg in vielen Bereichen schon längst ein Standard. Auch die Erkenntnis, dass die Kombination von Medikamenten und Psychotherapie die besten und stabilsten Erfolge bringt, überrascht sicher niemanden mehr. Erstaunlicherweise wird über die etablierten kognitiv-orientierten Therapiekonzepte kaum gesprochen.
Aber natürlich sollte der Maßstab angemessen bleiben: Die Leserschaft bekommt schon einen vertieften Einblick in die Behandlungsmöglichkeiten dieser “Volkskrankheit”. Es gibt halt immer noch “Qualitäts-Journalismus”…
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Es wurde und wird viel gemeckert in Deutschland. Natürlich auch über die Ampel-Regierung. Im Spätherbst sah es in vielen Mediendarstellungen einige Wochen lang so aus, als ob wir von einer Versager-Truppe regiert würden, die nur unproduktiven Streit produziere. Das war schon damals einseitig und völlig übertrieben – aber es macht ja offenbar nicht nur der Opposition Spaß, immer wieder auf den gleichen paar Fehlern und Pannen herumzureiten.
Der Wind hat sich in den letzten Wochen deutlich gedreht. Erstaunlich vieles hat offenbar recht gut funktioniert; das Chaos blieb auf verschiedenen Ebenen aus. Aber das ist nur die eine Seite des Bildes.
Macht man sich die Mühe, mal genauer nachzulesen (oder in den diversen Talkshows nachzuhören), wie viele weitreichende Maßnahmen bzw. Gesetzesvorlagen gerade in der Pipeline sind, kann es einem schnell schwindelig werden. Als Beispiel sei die LANZ-Sendung von heute (31.02.) empfohlen, in der Habeck einige der aktuellen Vorhaben erläutert.
Schaut man sich dann noch die internationalen Aktivitäten unseres Kanzlers an, könnte man schon auf die Idee kommen, dass zwei der drei Ampeln auf Grün stehen. Leider kriegt der Verkehrsminister seine Ampel nicht in Gang…
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Ich war wirklich alarmiert. Es hätte heute passieren können, dass als Folge einer Gerichtsentscheidung viele Milliarden Euro an reiche Menschen und Unternehmen zurückgezahlt hätte werden müssen. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der es überfällig wäre, dass die finanzielle “Elite” unseres Landes sich deutlich stärker an der Finanzierung der großen Zukunftsaufgaben beteiligt. Es wäre also ein absolut falsches Zeichen mit fatalen Folgen gewesen!
Das Risiko hat deshalb bestanden (und bestände im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde immer noch), weil es mit bestimmten Parteien in unserem Lande nicht möglich war und ist, eine angemessene Steuergesetzgebung zu erlassen. In dieser Situation war das Weiterbestehen des Solis eine Art Rettungsanker: Weil man ihn für den Großteil der Steuerzahler abgeschafft hat, blieb eine relative Mehrbelastung für die Reichen.
Insgesamt ist die ganze Geschichte ein Armutszeugnis in einem immer noch sehr reichen Land. Die heilige Kuh des unbegrenzten privaten Eigentums ist offenbar wichtiger als die klimatischen und militärischen Bedrohungen unseres Landes und des ganzen Planeten. Zukünftige Generationen werden vermutlich kaum nachvollziehen können, warum wir es zuließen, dass Hunderte von Milliarden Privatvermögen auf irgendwelchen Konten liegen, während dringende Investitionen nicht erfolgen konnten.
Letztlich werden wir doch – aus purer Not – alles zusammenkratzen müssen. Nur könnten wir jetzt noch mit weniger Einsatz weit mehr bewirken.
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Lt. SPIEGEL wurde für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine Studie erstellt, die zu einem wichtigen Ergebnis gekommen ist: Um die Ziele “Klimaschutz”, “Umweltschutz” und “Lebensmittelversorgung” miteinander zu vereinbaren, reicht es aus, den Fleischkonsum zu halbieren. also auf den Wert zu bringen, der auch gesundheitlich maximal angemessen wäre. Das wären ca. 400 g pro Woche.
Erfreulich ist dabei, dass wir nicht das (eher unrealistische) Ziel erreichen müssten, fast alle Deutschen zu Vegetariern oder Veganern umerziehen zu müssen. An einer drastischen Reduzierung des Fleischverbrauchs und des Tierbestandes geht aber – aus sattsam bekannten Gründen – kein Weg vorbei.
Dann erscheint es doch sinnvoll zu sein, dass jede/r nach seinen Möglichkeiten reduziert. Wenn die Menschen, deren Lebensglück schon jetzt nicht vom Fleischessen abhängt, beim Verzicht noch ein wenig zulegen und der Mainstream sich zunehmend an den Trend anhängt, könnten wir die (hoffentlich) immer kleinere Gruppe der unerreichbaren Fleisch-Fans irgendwie mit durchziehen.’ Wenn die anderen durch ihren Verzicht und ihre Vernunft den Erfolg ermöglichen, sollten die Brater und Griller sich allerdings wenigstens über die Preisgestaltung an dem gesellschaftlichen Ziel beteiligen. So könnten durch Preisaufschläge die Verluste der Landwirte ausgeglichen werden, die sich von der Tiermast verabschieden.
Ich hoffe da auf unseren GRÜNEN Landwirtschaftsminister (was realistisch ist) und einen Verzicht auf die übliche Freiheitsrhetorik der FDP (was leider unrealistisch ist).
Dieses Buch befindet sich im Grenzgebiet zwischen seriöser, wissenschaftlich begründeter Lebenshilfe und übertriebenen, eher spirituellen Heilsversprechen.
Es startet mit physiologisch basierten Sachinformationen über das Phänomen der Traumatisierung, mit einem Schwerpunkt auf das, was der Autor “Bindungstrauma” nennt. Er stellt dann die sog. “Polyvagaltheorie” dar, in der der Vagusnerv eine zentrale Rolle spielt. Der Aktivierung des Vagusnervs kommt dabei eine zentrale Rolle bei der Bearbeitung von Bindungstraumata zu. Schnell (wirklich sehr schnell) kommt er auf seinen Lösungsvorschlag zu sprechen: die Heilung durch “Ehrliches Mitteilen”. Dieser Weg, dessen Ausführung den Großteil des Buches füllt, ist den anderen beiden Strategien (Autonomie und Verschmelzung) überlegen.
Leider überhöht der Autor seinen Ansatz zu einer allumfassenden Therapiekonzept und verliert so im Laufe des Buches jede Möglichkeit zur realistischen Einordnung bzw. Relativierung. Er gibt im Weiteren ganz konkrete Anleitungen für das “richtige” Mitteilen – bis hin zu wörtlich zu übernehmenden Formulierungen.
Das natürliche Gegenüber für dieses Kommunikationsform ist der eigene Partner bzw. die Partnerin. Im Grunde würde es ausreichen, wenn eine solche Person zur Verfügung stände. Der Autor hat aber auch Selbsthilfegruppen angestoßen, die einen fehlenden Partner ersetzen könnten.
Zunehmend schwierig sind im Laufe des Textes willkürlich erscheinende Aussagen zu allen möglichen Problemen, die KLEIN mit einer geradezu atemberaubenden Selbstgewissheit von sich gibt. Ein Beispiel: “Wenn du verlassen wirst, heißt das, dass du auf die eine oder andere Art deinen Partner oder deine Partnerin verlassen hast. Es ist nur ein Spiegel.” Oder: “Wenn es irgendwo in deinem Leben knirscht, dann liegt das immer an einer mangelnden Bindungsfähigkeit”.
Spätestens an solchen Punkten kann man einen Autor nicht mehr wirklich ernst nehmen. Dazu passt, dass KLEIN in seinem Prinzip auch noch ein geeignetes Mittel zur Transformation der ganzen Gesellschaft sieht. Da wundert es nicht mehr, wenn sich KLEIN selbst als “spirituellen Berater” beschreibt.
Auf die Bedeutung einer authentischen Kommunikation in Beziehungen hinzuweisen, ist sicher eine gute Sache. Eine solche Kommunikation kann sicher auch heilende Wirkung haben. Was KLEIN aber hier aber als Gesamtkonzept anbietet, verlässt den Boden eines seriösen Ratgebertextes. Da hilft auch das Vorwort von Gerald HÜTHER nicht.
Dieses Nachhaltigkeits-Sachbuch ist in einer Weise klug, tiefgründig, unaufgeregt und informativ, dass sich bei mir tatsächlich so etwas wie echte Begeisterung eingestellt hat. Ich stelle hier eine uneingeschränkte Leseempfehlung vor.
Der Autor, ein preisgekrönter kanadischer Journalist, geht in diesem Buch der Frage nach, was eigentlich wirklich passieren würde, wenn es einen deutlichen Einbruch (um ca. 20%) im Konsumverhalten unserer kapitalistischen Welt (bzw. einzelner Länder) geben würde. Dass wir eine solche (kräftige, aber letztlich doch maßvolle) Umkehr unserer Wachstumswirtschaft brauchen, um den großen ökologischen Herausforderungen auch nur halbwegs gerecht zu werden, steht für ihn (und für viel andere Experten) völlig außer Frage. Das Problem ist nur: Es gibt kaum realistische Rezepte oder gar Modelle für eine solche radikale Umsteuerung. Die kapitalistische Wachstumslogik ist so unlösbar mit unserer Art so wirtschaften, Wohlstand zu erschaffen bzw. zu verteilen und mit unserem gesamten Lebensgefühl verwoben, dass der oft zitierte Spruch: “Man kann sich eher das Ende der Welt vorstellen, als das Ende des Kapitalismus” kaum übertrieben erscheint. Statt “Kapitalismus” könnte man auch “Konsumieren” sagen. Selbst Bürger und Entscheider, die sich eine Schrumpfung vorstellen, wünschen und diese sogar für unverzichtbar halten, verzweifeln angesichts der zu erwartenden Aussichten auf Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Wohlstandsverlust. Wir scheinen in einer ausweglosen Sackgasse zu stecken.
MacKINNON lässt sich davon nicht abschrecken. Er nimmt die Spur auf und erkundet das Gelände Schritt für Schritt. Als Ausgangspunkt bietet sich dabei die Corona-Pandemie mit ihren weitgehenden Lockdown-Phasen an: Zum einen hat es tatsächlich einen sehr plötzlichen Einbruch des Wirtschaftslebens und Konsumverhaltens gegeben, zum anderen ist aber auch für viele Menschen ein unmittelbarer Eindruck entstanden, welche positiven Erfahrungsmöglichkeiten mit einem Abbremsen verbunden sein könnten: Ein blauerer Himmel, leere Straßen, mehr Zeit für Familie, Freunde, Hobbies und Muße. Viele haben die Unterbrechung des Hamsterrades von Arbeit und Konsum als Chance zur Selbstbesinnung erlebt.
Der Autor spricht mit Fachleuten, besucht Produktionsstätten, Aussteiger und besondere Orte, in denen sich bereits eine – meist unfreiwillige “Schrumpfung” vollzogen hat. Vertiefende Einblicke erhalten wir z.B. in die skandalöse Fehlentwicklungen der Wegwerf-Mode, der abstrusen Klimatisierungs-Standards und der extrem gesteigerten Lichtüberflutung unserer Zivilisation. MacKINNON führt uns das Leben in Ecuador vor, weil dieses Land ziemlich genau das Wohlstandsniveau hat, das sich die Menschheit im Durchschnitt leisten könnte, um im Gleichgewicht mit den Ressourcen unseres Planeten zu leben. Besonders informativ und ermutigend sind Beispiele von Unternehmen, die sich bereits von selbst (aus Tradition oder aus Klimabewusstsein) von der Wachstumslogik verabschiedet haben, und sich auf langlebige, hochwertige Produkte konzentrieren.
Es ist ein extrem facettenreiches Bild, das vom Autor gemalt wird. Das betrifft nicht nur die inhaltlichen Themen, sondern auch die Art der Vermittlung. MacKINNON ist kein Fanatiker, er missioniert nicht, er schwingt nicht die Moralkeule (die ja von so vielen Leuten gefürchtet wird). Er wägt ab, guckt sich beide Seiten der Medaille an, verschweigt nicht die Probleme und Risiken einer Umsteuerung. Sein Schreibstil ist ruhig und klar; er nimmt sich Zeit. Auch die psychische Seite des Konsums bzw. des Konsumverzichts wird betrachtet: Werden Menschen wirklich bereit sein, sich für andere Aspekte von Lebensqualität zu öffnen, wenn sie ihren Selbstwert und ihren Lebenssinn nicht mehr so stark materiell definieren können? Kann man darauf vertrauen, dass die Transformation freiwillig erfolgen wird – oder braucht es die großen strukturellen Vorgaben?
Es gelingt dem Autor in diesem Buch sehr gut, die anfängliche emotionale Reaktion der meisten Leser: “Das geht sowieso nicht, mit dem Verzicht auf den Konsum” zu relativieren. Nach und nach wird deutlich, dass es nicht um ein “Alles oder Nichts” gehen muss, sondern um ein Zurückdrehen der Wachstums-Exzesse der letzten Jahrzehnte. Aus dem unvermeidbar erscheinenden “Zusammenbruch der Zivilisation” entwickelt sich allmählich ein Bild der Neubesinnung auf ein “menschliches” Maß, in dem bewusster, weniger, nachhaltiger und im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft konsumiert wird. Wir werden eingeladen, uns ein neues Gleichgewicht von Bedürfnissen und Konsum vorzustellen: Zufriedenheit könnte sich einfach dadurch einstellen, dass man lernt, weniger zu wollen – statt sich von einer Multimilliarden-Werbeindustrie immer neue Bedürfnisse einreden zu lassen.
Gegen Ende wirft MacKINNON einen Blick auf eine Jäger/Sammler-Gesellschaft, die ein extremes Gegenmodell zu dem aktuellen Wachstumswahn darstellt. Doch das ist nur ein Denkanstoß. Die besondere Qualität dieses Buches liegt gerade darin, dass es nicht um Utopien oder einen Kulturbruch geht. Der Autor holt die ökologische Notwendigkeit der Transformation in eine Post-Wachstums-Welt aus dem Abstrakten ins Konkrete. Und sich auf diesen Prozess einzulassen, tut überhaupt nicht weh – macht aber nachdenklich und ganz sicher auch klüger. Ein fantastisches Buch, das mit Sicherheit nachwirkt…