“Die Auferstehung” von Andreas ESCHBACH

Bewertung: 3.5 von 5.

Es ist sicher ein gelungener Marketing-Gag, mit einem aktuellen Krimi an die legendäre “Drei-Fragezeichen-Reihe” anzuknüpfen. Nicht, dass ausgerechnet Andreas ESCHBACH das nötig hätte – aber kommerziell schaden tut es ganz sicher nicht…

Die Transformation der drei Jugend-Detektive in ihr mittleres Erwachsenenalter ist in diesem Buch alles andere als eine Nebensache: Der Bezug zur gemeinsamen Vergangenheit, der dramatische Beziehungsabbruch als junge Twens, seine langfristigen Auswirkungen und die verwickelte Wiederannäherung im Kontext des aktuellen “Falls” stellen die erzählerische Grundlage der Kriminalgeschichte dar.

Die zweite Ebene ist dann der Recherche-Auftrag selbst. Es handelt sich um das mysteriöse Wiederauftauchen einer im brasilianischen Regenwald verschollenen (und totgeglaubten) jungen Frau nach 7 Jahren. Das gleichzeitig eine beträchtliche Erbschaft wartet, lässt die ein oder andere Frage aufkommen.

Wie Zufall und Schicksal (oder der Plot des Autors) es wollen: Die drei Fragezeichen werden – auf völlig unterschiedlichen Wegen – in die Dynamik der Geschehnisse und damit in die Klärung des Falles hineingezogen.

Das alles ist ganz geschickt konstruiert und mit professioneller Erzählroutine beschrieben. Halbwegs niveauvolle Unterhaltung, wenn man mal von der völlig überflüssigen Figur eines Schamanen absieht.

Letztlich handelt es sich um eine eher unspektakulär Story, die davon lebt, dass die 3 Fragezeichen wieder zusammenfinden. Damit bekommt der Titel des Romans eine doppelte Bedeutung…

Wenn man keinen Bezug zu den Vorläufer-Geschichten hat, kann man diesen Krimi ohne großen Verlust ignorieren. Für einen echten (früheren) Fan ist es sicher ein gelungenes Nostalgie-Erlebnis.

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